Gesellschaft - soziale Funktion

Grün in der (Innen)Stadt oder urbanes Grün ist ein essentieller Bestandteil (inner)städtischer Räume. Einzelne Maßnahmen zielen i. d. R. auf die Steigerung der Wohn-, Aufenthalts- und Lebensqualität ab. Es geht um eine positive (Eigen)Wahrnehmung von Stadtquartieren sowie um die Schaffung von Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe. Innerstädtische Grünflächen dienen dabei zunehmend nicht nur der Gestaltung oder dem Umweltschutz, sondern müssen auch komplexen Ansprüchen der Umwelt- und Generationengerechtigkeit sowie Gesundheitsansprüchen gerecht werden. Dabei sollte angestrebt werden, räumlich konzentrierte, gesundheitsrelevante Umweltbelastungen zu vermeiden und allen Menschen einen gerechten Zugang zu Umweltressourcen, Kommunikationsorten und Treffpunkten im Grünen zu ermöglichen. Öffentliche Grünanlagen sind darüber hinaus auch Bildungs- und Lernräume für junge und alte Menschen und tragen zur Identifikation mit der Stadt bei. Vorstellbar sind u.a. folgende Maßnahmen:

  • Aufwertung öffentlicher Parks und Gärten bzw. wohnbezogener Grün- und Freiräume,
  • Errichtung und Qualifikation von Spiel-, Freizeit- oder Gesundheitsanlagen,
  • Mieter- oder Gemeinschaftsgartenprojekte (Urban Gardening,
  • Hofbegrünung, Naturerfahrungsräume),
  • Einsatz von Nutzpflanzen (essbare Stadt),
  • grüne Bildungsangebote (z.B. grüne Klassenzimmer, Ökologie- und Naturlehrpfade, interkulturelle Gärten etc.),
  • grüne Zwischennutzungen,
  • Schaffung zusätzlicher Angebote (z.B. Gastronomie, Spiel- und Sportgeräteverleih) zur „Verstärkung“ der Grünnutzung.