Umsetzungsaspekte

Grünräume müssen nicht nur gestaltet, sondern auch entwickelt werden. Sie sind Teil einer Gesamtentwicklung. Dafür bedarf es Strategien, die im Einklang mit anderen Nutzungen stehen. Dazu zählt ein neuer Umgang mit von Infrastruktur geprägten Räumen unter dem Motto „graue Infrastrukturen grüner machen“. Hier könnten z.B. „Huckepack-Strategien“ greifen, indem auf Flächen aufgesattelt wird. Die Innenstadt steht in Konkurrenz mit Einfamilienhausbebauungen. Daher ist auch die Schaffung von kleinteiligen Qualitäten gefragt, die Öffnung von privaten oder halböffentlichen Räumen für die Allgemeinheit. Die verfügbaren Planungs- und Finanzierungsinstrumente müssen dafür oft optimal genutzt werden. Im Rahmen der Grünraumentwicklung sind immer öfter auch Kooperationen (Patenschaften) gefragt, die die Vorhaben umsetzen und Verantwortung für die Unterhaltung und Pflege (Betrieb) tragen. Im Wettbewerb sind folgende Maßnahmen denkbar:

  • Mehrfachnutzung von Grünräumen: Multicodierungsstrategien,
  • Grünraumentwicklung als Teil der integrierten Innenstadtentwicklung,
  • neue Verfahren und Kooperationsformen in der Grünraumentwicklung,
  • partizipative Ansätze für die Einbindung von lokalen Akteure_innen inden Gestaltungs- und Entwicklungsprozess der Grünraumentwicklung,
  • Mitwirkung der lokalen Akteure_innen bei der Umsetzung der Maßnahmen,
  • Finanzierungsmodelle für die Anlage, sowie die langfristige Pflege und Unterhaltung von Grünräumen.