Wettbewerb 2017

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„GrünRaumStadt"

Innenstädte übernehmen vielfältige Funktionen für die Gesellschaft. Sie sind Wirtschaftsraum und Arbeitsort, Wohnort und Ort des Handels, der Freizeit und Kultur, Ort der Begegnung und Integration. Ebenso müssen Innenstädte unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden und sich diesen stetig anpassen. Dabei spielen sowohl die Sicherstellung des sozialen Zusammenhalts und Erhöhung der Attraktivität im Standortwettbewerb um Unternehmen und Arbeitsplätze als auch die Verbesserung und Wiederherstellung der lokalen Umweltqualität eine Rolle. Aktuell stehen Innenstädte zudem vor der Herausforderung auf die Folgen des Klimawandels passende Antworten zu finden.

Vor diesen Hintergründen hat das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) den sechsten Innenstadtwettbewerb zum Thema „GrünRaumStadt gemeinsam erleben“ ausgerufen. Im Zentrum des Wettbewerbs stand dabei die Frage: Wie können Zukunftsbilder einer grünen Innenstadt aussehen?

Der Wettbewerb nahm sich dabei dem Spannungsfeld zwischen grüner Flächennutzung in Zusammenspiel mit anderen aktuellen Stadtentwicklungsthemen an. Dazu gehörten Themen wie Nutzungsvielfalt bzw. Multifunktionalität, Nachverdichtungsansprüche in Verbindung mit neuen Formen von Grünflächen, Sicherheit und Pflege sowie die Erlebbarkeit von Grünräumen für alle Bevölkerungsgruppen. Der Innenstadtwettbewerb suchte dabei innovative Maßnahmen und Ansätze, die sich mit diesen Themen auseinandersetzten und Anstöße für zukünftige Projekte geben. Wie bei den vorangegangenen Innenstadtwettbewerben sollten auch mit dem sechsten Innenstadtwettbewerb Akteurinnen und Akteure aus verschiedenen Bereichen, mit unterschiedlichen Sicht- und Denkweisen, Kompetenzen und Fähigkeiten zur Auseinandersetzung mit der Entwicklung der Innenstadt und zur Bildung neuer, strategischer Kooperationen motiviert werden.

Durchführung
Der sechste Innenstadtwettbewerb mit dem Thema „GrünRaumStadt gemeinsam erleben“ wurde am 13.07.2017 im Rahmen eines Pressegesprächs vom MIL ausgelobt. Abgabefrist für die Wettbewerbsbeiträge war der 30.11.2017. Nach einer formellen und inhaltlichen Vorprüfung im Dezember und Januar tagte das Preisgericht am 22.02.2017, um die Preisträgerinnen und Preisträger zu ermitteln. Abschließend fand die Preisverleihung am 16.05.2017 im Alten Rathaus in Potsdam statt.

Teilnehmende Städte


Insgesamt gingen 31 Beiträge aus 19 unterschiedlichen brandenburgischen Städten ein:

Blankenfelde-Mahlow - Neugestaltung Märkische Promenade
Brandenburg (Havel) - Urbane Lebensqualität durch regionale Vielfalt
Calau - Gassenhof mit Witz im Schusterjungenviertel
Eberswalde - Der "Neue Blumenplatz"
Eberswalde - Neugestaltung Luisenplatz
Falkensee - Bolzplatz „Karli“
Frankfurt (Oder) - Bürgerinitiative Lennépark
Frankfurt (Oder) - „Ein Garten für Alle“
Frankfurt (Oder) - Grünes Quartier der Zukunft
Fürstenwalde/Spree - Arrondierung Nordpark „Kleine Freizeit“
Jüterbog - Klostergarten
Kyritz - Neugestaltung Rosengarten
Nauen - Nachbarschaftsgarten Grünes Eck
Potsdam - Grün Raum Stadt
Potsdam - Initiative Bunte Wiese
Potsdam - Johan-Bouman-Platz
Potsdam - Nachbarschaftsgarten Scholle34
Potsdam - Neugestaltung der Parkanlage Plantage
Potsdam - Projekt 21 - schöner Luisenplatz
Potsdam - Uferpark Landzunge
Potsdam - Wassergärten
Prenzlau - Nachnutzung des Landesgartenschaugeländes
Prenzlau - Altersgerechtes/gemeinschaftliches Wohnen im "Kietz Karree"
Rathenow - Sport- und Freizeitfläche „Rideplatz"
Seelow - Gestaltungskonzept Zentrum Nordost Seelow
Senftenberg - Grüne Stadtachsen
Templin - Neugestaltung des Kirchplatzes
Velten - Grüne Stadt der kurzen Wege
Wandlitz - Übergeordnetes Freiraumkonzept
Wittenberge - „Schule schafft Vorgarten“
Gedicht - Grün Raum Stadt

Teilnehmende Akteurinnen und Akteure
Die Bandbreite der teilnehmenden Akteurinnen und Akteure war im sechsten Innenstadtwettbewerb besonders breit gefächert. Neben Kommunen nahmen Initiativen, Vereine, Interessengruppen, Wohnungsbaugesellschaften, Unternehmensverbünde und Privatpersonen an dem Wettbewerb teil. Einerseits verdeutlicht dieses breite Spektrum der Akteurinnen und Akteure die Relevanz des Themas, andererseits zeigt es auf, dass an der Gestaltung von Grünräumen, neben den Kommunen, eine Vielzahl unterschiedlich Handelnder beteiligt ist.

Spektrum der eingereichten Beiträge
Die eingereichten Beiträge weisen zudem ein großes inhaltliches Spektrum auf. Neben der Gestaltung von „guten Orten“ für die Innenstadt, in Form von Neu- und Umgestaltungen von Plätzen und Grünräumen bzw. Beseitigung von Brachflächen, wurden kleinteiligere Projekte, beispielsweise aus den Bereichen „Urbanes Gärtnern“ oder nachbarschaftliche und barrierefreie Gärten, eingereicht. Bei diesen Projekten standen insbesondere der Prozess sowie die aktive Beteiligung von Akteurinnen und Akteuren im Vordergrund. Einige der eingereichten Beiträge legten den Schwerpunkt gänzlich auf die Thematik Verstetigung und Verankerung der Projekte sowie frühzeitige Beteiligung späterer Nutzerinnen und Nutzer. Der Fokus lag dabei auf der gemeinsamen Gestaltung von grünen Oasen in der Stadt, die den Zusammenhalt und die Identifikation mit dem Quartier stärken.

Ferner wurden Beiträge eingereicht, die sich mit aktuellen Themen wie der Umcodierung bzw. Umwandlung von grauer zu grüner Infrastruktur sowie mit dem Leitbild „Stadt der kurzen Wege“ auseinandersetzten. Hierbei wurden auch konzeptionelle und gesamtstädtische Ansätze verfolgt.

Andere Beiträge setzten den Fokus auf den ökologischen Aspekt öffentlichen Grüns. Dazu zählten Maßnahmen wie das Etablieren von heimischem Saatgut oder auch die Entwicklung eines Systems (Aquaponik) für den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt.

Wettbewerbsbetreuung
Der Wettbewerb wurde von den Planungsbüros slapa & die raumplaner gmbh und LOKATION:S Partnerschaft für Standortentwicklung betreut.


Weitere Informationen zum Thema

Interessierte finden hier Informationen, Anregungen, gute Beispiele, relevante Veranstaltungen sowie Literaturhinweise. weiter


Unterlagen zum Innenstadtwettbewerb 2017

Ausschreibungsunterlagen (pdf-Dokument, 5.323 KB)

Wettbewerbsflyer (pdf-Dokument, 860 KB)