Wittstock/Dosse

„Es geht auch anders!“ – Der kooperative Ansatz für ein barrierefreies Wittstock

Stadt  

Wittstock/Dosse (15.325 EW; Stand 30.06.2010)   

Einreicher

Bruckbauer & Hennen GmbH
Herr Markus Hennen (Sanierungsbeauftragter)
Tel.: 03372-433244
E-Mail: Bruckbauer-Hennen.GmbH@t-online.de

Leitidee

Umfassende Gestaltung der Stadt für Menschen mit Behinderungen unter dem Motto „Integration statt Verstecken und Ausgrenzen“

Kurzbeschreibung

Neues Fenster: Bild vergrößernStadtplan "barrierefreies Wittstock" © Stadt WittstockAls Ziel steht „gesundes Arbeiten und Wohnen“ in Wittstock, gleichermaßen für alle Menschen. In der Öffentlichkeit wird eine breite Akzeptanz und Normalität im Umgang zwischen Menschen mit und Menschen ohne Beeinträchtigungen angestrebt.

Im mittelalterlich geprägten Wittstock ist Barrierefreiheit nicht überall und nicht um jeden Preis möglich, dennoch wird nach konsensfähigen Kompromissen gesucht. Im Rahmen der Altstadtsanierung und –entwicklung wurden alle BürgerInnen beteiligt und quartiersbezogene Gespräche geführt. Neues Fenster: Bild vergrößernbarrierefreier Umbau der St.-Marienstraße © Bruckbauer & Hennen GmbH Der Verein „Club 68“ hat sich für die Durchsetzung der Belange behinderter Menschen gebildet und wurde in den Prozess regelmäßig eingebunden. Unter Moderation der AWO konnten unter Beteiligung der Agenda 21, des Behindertenbeauftragten, des Gebietsbeauftragten Altstadtsanierung und Stadtumbau, der ansässigen Geschäfte, der Wohnungsbaugesellschaften, der Leistungsträger Tourismus, des Technologie- und Gründerzentrums, von Bildungsinstituten, Wohlfahrtsverbänden und Krankenkassen konkrete Maßnahmen und Möglichkeiten zur behindertenfreundlichen Stadt Wittstock initiiert und umgesetzt werden. Diese Maßnahmen ergaben sich aus umfangreichen Bestandaufnahmen wie die 2005 erfolgte empirische Prüfung der barrierefreien Altstadt durch „Rollstuhlbefahrung“ und einer detaillierten, parzellenscharfen Bestandsaufnahme zur Barrierefreiheit (Altstadt, Vorstädte und Ortsteile), die den Handlungsbedarf in der Stadt aufzeigte. Als Ergebnis werden mittlerweile die Interessen mobilitätseingeschränkter Menschen im Rahmen der Instandsetzung von Straßen, Wegen und Plätzen sowie in der Umsetzung der Verkehrsplanung in der Stadt berücksichtigt und es wurden mehrere Umbaumaßnahmen zur Schaffung von Barrierefreiheit initiiert:

  • Neues Fenster: Bild vergrößernVR-Bankfiliale in Wittstock © Bruckbauer & Hennen GmbH Aufbau eines Aufzugs in das denkmalgeschützte, städtische Gymnasium (1996); barrierefreie Gestaltung der Realschule (ca. 2008)
  • barrierefreie Gestaltung der Museen
  • Errichtung und Ausbau mehrerer Häuser für betreutes und behindertengerechtes Wohnen in der Altstadt im Rahmen der „Enthospitalisierung“ der AWO

Eine flankierende Maßnahme war die Erstellung eines Stadtplans für Menschen mit Gehbehinderungen und Rollstuhlfahrer, der über die Touristinformation vertrieben wird und demnächst auch auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht werden soll.

 


 

Einzelmaßnahmen

Bauliche Maßnahmen

  • Spurbahnen in historische Straßenräume
  • Privilegierte Parkplätze für Menschen mit Behinderungen
  • Barrierefreier Umbau von sozialer Infrastruktur   

Funktionsbezogene Maßnahmen

  • Barrierefreie Umgestaltung von Kultureinrichtungen
  • Schaffung von Audio- und Video-Angeboten
  • Prüfung von Wohnbauvorhaben
  • Integrative Wohnprojekte
  • Kooperierende Maßnahmen im Tourismusbereich   

Kommunikationsorientierte Maßnahmen

  • Empirische Prüfung („Rollstuhlbefahrung“)
  • Parzellenscharfe Bestandsaufnahme
  • Stadtplan für mobilitätseingeschränkte Menschen

Übersicht über alle Wettbewerbsbeiträge


weitere Informationen zum Wettbewerbsbeitrag der Stadt Wittstock (Dosse)

Hier finden Sie eine Zusammenfassung des Wettbewerbsbeitrags der Stadt Wittstock (Dosse) in Plakatform.