Die Nachnutzung des Landesgartenschaugeländes: die Emanzipation der Stadtgesellschaft

Stadt
Prenzlau

Einreicher
Stadt Prenzlau
Am Steintor 4
17291 Prenzlau

Leitidee
Etablierung und Nachnutzung des Geländes der Landesgartenschau 2013 unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft

Akteurinnen und Akteure
Stadt; städtisches Geschäftsstraßenmanagement; Vereine; Bürgerinnen und Bürger; politische Parteien; Unternehmen; Verbände

Schwerpunkte bzw. Besonderheiten des Projekts

  • Etablierung und Nachnutzung des Geländes der Landesgartenschau 2013 als öffentlicher Grünraum
  • Multifunktionalität: freizeitliche, ökologische sowie kulturlandschaftliche Bedeutung
  • Pflege und Betreuung der Themengärten in Patenschaften durch lokale Akteurinnen und Akteure

Kurzbeschreibung

Neues Fenster: Bild vergrößernGestaltungskonzept Themengarten 6 (Gartenfisch) © Stadt PrenzlauDie im Jahr 2013 durchgeführte Landesgartenschau (LAGA) in Prenzlau war sowohl aus finanzieller Sicht als auch in Hinblick auf die Besucherzahlen ein Erfolg. Die Initiative zur Ausrichtung der LAGA ging vor allem von den Bürgerinnen und Bürgern aus, die sich später in einem Bürgerverein zusammenschlossen. Auch die Grundsatzentscheidung zur Wahl des Geländes auf das innenstadtnahe Areal, welches die Stadt mit dem angrenzenden Unteruckersee verbindet,wurde maßgeblich durch den Bürgerverein beeinflusst. Das Stadtplanungsamt initiierte vor der Bewerbung zur Ausführung der LAGA eine Beteiligung der Stadt am Wettbewerb „Entente florale – eine Stadt blüht auf“. Diese Maßnahme hat zu einem ersten Zusammenrücken der Akteurinnen und Akteure (u.a. aus Kitas, Schulen und Bürgerschaft) geführt, welches in eine eng anhaltende Zusammenarbeit zwischen den Akteurinnen und Akteuren mündete.

Neues Fenster: Bild vergrößernPerspektive Umsetzung Themengarten 6 (Gartenfisch) © Stadt PrenzlauDas Highlight der Gartenschau stellten die 12 Themengärten im Seepark dar. Nach Abschluss der Gartenschau initiierte die Stadtverwaltung für die Themengärten Patenschaften mit Privatpersonen, Vereinen, Parteien und anderen Institutionen, die diese bis heute pflegen. Die individuellen Patenschaften tragen zu einer starken Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit dem Gelände bei. Mit dem Projekt konnte auch nach dem Ende der LAGA ein frei zugänglicher, attraktiver Grünraum  in Prenzlau etabliert werden, der sowohl als Erholungsort und Schauplatz für (kulturelle) Veranstaltungen (u.a. Frühjahrsfest mit Pflanzenmarkt, Weinbergfest) dient als auch durch seine ökologischen Funktionen besticht (Rückzugsraum bedrohter Tierarten, Funktion als Kaltluftschneise) und damit dem Thema Multifunktionalität gerecht wird. Darüber hinaus handelt es sich um einen Ort der Gedenkkultur (Jüdischer Friedhof, Sowjetisches Ehrenmal, Platz der Einheit).

Neues Fenster: Bild vergrößernBeschilderung Themengärten © Stadt Prenzlau