Klostergarten Jüterbog

Stadt
Jüterbog

Einreicher
Stadt Jüterbog
Markt 21
14913 Jüterbog

Leitidee
Die Neugestaltung des Klostergartens trägt zur Schaffung einer öffentlichen Grünfläche nahe der Innenstadt bei, die als Ort des Verweilens dient und Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenbringt.

Akteurinnen und Akteure
Stadt; Planungsbüros; Bürgerinnen und Bürger

Schwerpunkte bzw. Besonderheiten des Projekts

  • Neugestaltung einer öffentlichen Grünfläche, die Nutzungen für unterschiedliche Altersgruppen bietet
  • Schaffung eines multifunktionalen Ortes, der historisch-kulturelle, ökologische und soziale Funktionen vereint: Ort der Begegnung und Erholung, mit Lehrfunktion und Kulturveranstaltungen
  • ehrenamtliches Engagement in Form von Patenschaften sichert langfristig den Erhalt der Grünanlage

Kurzbeschreibung

Neues Fenster: Bild vergrößernKlostergarten Jüterbog © Marcus BredtDie Neugestaltung des Klostergartens ist der letzte Baustein des Gesamtkomplexes "Kulturquartier Mönchenkloster" in Jüterbog. Das Kulturquartier ist eine beliebte Anlaufstelle für die Bevölkerung und Gäste der Stadt Jüterbog, an der sich viele wichtige kulturelle Einrichtungen befinden. Die zeitgemäße Neugestaltung des Klostergartens trägt dazu bei, die besondere Atmosphäre des Quartiers für Besucherinnen und Besucher wahrnehmbar zu machen. Darüber hinaus dient der neu gestaltete Klostergarten als attraktiver Aufenthaltsort bzw. Ort des Verweilens.

Da die dichte Bebauungsstruktur der historischen Altstadt nur wenig öffentliche Grünbereiche aufweist (bislang größter zusammenhängender Bereich ist der Nikolaikirchplatz), Neues Fenster: Bild vergrößernWasserspiel © Marcus Bredtkommt der Gestaltung des Klostergartens eine besondere Bedeutung in der Altstadt zu.

Ein Werkstattverfahren im Jahr 2009 leitete die Planung des Klostergartens, welche in ein Freiflächenkonzept eingebettet ist, das auch benachbarte Bereiche mit einbezieht, ein. Im Zuge der Umsetzung der Maßnahme wurden die historischen Strukturen des Gartens aufgegriffen und in die neue Gestaltung integriert. Der Prozess zur Neugestaltung des Klostergartens war von einem breiten Akteursfeld zur thematischen Ausrichtung des Gartens und zur Wahl des Siegerentwurfs Neues Fenster: Bild vergrößernPergola © Marcus Bredtgeprägt.

Mit der Neugestaltung der Fläche wurde das Thema des Nutzgartens aufgegriffen und in eine moderne Formsprache übersetzt. Oberstes Ziel war es, hierbei ein möglichst breites Spektrum von Nutzergruppen anzusprechen und einen Treffpunkt für Personen unterschiedlicher Generationen zu schaffen. So werden die Sitzgruppen und die Pergola vorwiegend durch junge Erwachsene und ältere Menschen in Anspruch genommen; für Kinder ist insbesondere der Wasserspielplatz die größte Attraktion. Auch Kitas und Schulen nutzen den Garten intensiv im Rahmen ihres Bildungsauftrags (Pflanzenkunde).

Insgesamt ist eine für den Stadtraum wichtige Grünfläche entstanden, die multifunktional als Erholungs-, Bildungs- und Begegnungsort dient und langfristig durch das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Form von Patenschaften für die Pflanzbeete gesichert ist.

Auszeichnung des Preisgerichts

Neues Fenster: Bild vergrößernPreisverleihung © die raumplaner, LOKATION:SÖstlich der gebauten Struktur des „Kulturquartiers Mönchenkloster“ mit Klosterkirche und Klostergebäuden entstand eine grüne Oase, die alle Altersgruppen zum Lernen, Betrachten, Verweilen, Ausruhen, Erholen, Ernten und zum Austausch einlädt.

Mittels vorbildlichem Planungswerkstattverfahren wurde die Idee des Klostergartens zur Erfüllung der unterschiedlichen Anforderungen in die heutige Zeit übersetzt. Der Klostergarten ist eine wichtige öffentliche Grünfläche in der dicht bebauten historischen Altstadt von Jüterbog, er übernimmt ökologische Funktionen z.B. bei der Versickerung des Regenwassers, für das Stadtklima sowie für Vögel und Insekten.

Das Thema Klostergarten wurde aufgenommen und mit großem Erfolg weiter entwickelt. Kräuter- und Pflanzbeete übernehmen neben einer gelungenen und stimmigen Gestaltung der Grünfläche auch Lehrfunktionen für Nutzerinnen und Nutzer aller Generationen.

Besonders lobend hervorzuheben ist die gelungene Identifikation mit dem Klostergarten. Ein beispielhaftes Indiz ist die Übernahme von ehrenamtlichen Patenschaften durch Bürgerinnen und Bürger für die Pflege der einzelnen Beete. Ebenfalls ist in besonderer Weise anzuerkennen, dass die Stadt Jüterbog eine jährliche Neubepflanzung der Beete absichert.

Es entstand mit dem Klostergarten eine städtische Grünfläche, die historisch-kulturelle, ökologische und soziale Funktionen in vorbildlicher Weise vereint und eine angestrebte „Inbesitznahme“ durch die Nutzerinnen und Nutzer ermöglichte.