Der „Neue Blumenplatz“

Stadt
Eberswalde

Einreicher
Interessengemeinschaft Neuer Blumenplatz
Rudolf-Breitscheid-Straße 22
16225 Eberswalde

Leitidee
Die Neugestaltung einer innerstädtischen Freifläche zu einem Schmuckgarten wurde durch eine Bürgerinitiative realisiert. Durch das langjährige ehrenamtliche Engagement hat sich der Garten als attraktiver, kultureller Treffpunkt und Lehrgarten im öffentlichen Raum etabliert.

Akteurinnen und Akteure
Bürgerinitiative; Schülerinnen und Schüler; Stadt; Gewerbetreibende

Schwerpunkte bzw. Besonderheiten des Projekts

  • Umgestaltung einer ehemals brachliegenden Fläche zu einer attraktiven, öffentlichen Grünfläche
  • Erhalt und Pflege des innerstädtischen Grünraums durch kontinuierliches ehrenamtliches Engagement und Patenschaften mit lokalen Akteurinnen und Akteuren
  • (Lehr-)Garten als kultureller Treffpunkt mit gesellschaftlich-sozialen und ökologischen Funktionen

Kurzbeschreibung

Neues Fenster: Bild vergrößernDer „Neue Blumenplatz“ ist ein durch eine Bürgerinitiative auf stadteigenem Abstandsgrün entstandener innerstädtischer Schmuckgarten für die Öffentlichkeit. Er liegt an der stark frequentierten Grabowstraße unweit des Hauptbahnhofs Eberswalde. Seinen Namen erhielt der Platz nach der programmatischen und visionären Ballade „Campo de fiori“ (Blumenplatz, 1943) des Literaturnobelpreisträgers Czesław Miłosz. Die amtliche Namensgebung erfolgte auf Antrag der Initiative 2011 durch die Stadtverordnetenversammlung. Seitdem steht der „Neue Blumenplatz“ für kontinuierliches gemeinschaftliches Gartenschaffen sowie für eine ortsungebundene Kulturinitiative. Zahlreiche Helferinnen und Helfer haben ihren Beitrag Neues Fenster: Bild vergrößerngeleistet, den Platz in Patenschaften mit Organisationen und Institutionen entstehen zu lassen. Der „Neue Blumenplatz“ erfüllt vielfältige Funktionen eines ökologisch strukturierten Gartens im Stadtraum. Durch das Vermeiden von Versiegelungen dient der Garten beispielsweise als Versickerungsfläche für Regenwasser. Ebenfalls wurde ein Lebensraum für unterschiedliche Insekten- und Vogelarten geschaffen und es wurde Wert auf die Integration heimischer Wildpflanzen gelegt. Daneben dient der Ort als Treffpunkt der Bürgerinnen und Bürger sowie als Lehrgarten, welcher das Thema Gartenkunst mit den Themen Literatur und Kunst Neues Fenster: Bild vergrößernImpressionen des „Neuen Blumenplatz“ © Andreas Timmverbindet. Somit kommt dem Garten auch eine gesellschaftlich-soziale Funktion zu. Insbesondere sind das langfristige und andauernde Engagement der Bürgerinitiative sowie initiierte Patenschaften hervorzuheben, mit denen die individuelle Gestaltung eines vormals gestaltungslosen innerstädtischen Platzes zu einem attraktiven Garten erreicht werden konnte.

Auzeichnung des Preisgerichts

Neues Fenster: Bild vergrößernPreisverleihung © die raumplaner, LOKATION:SAuch in Eberswalde gibt es nun einen „Campo di Fiori“, den „Neuen Blumenplatz“ auf einer bisher ungestalteten Abstandsfläche. Die Initiative der Interessengemeinschaft Neuer Blumenplatz hat mit viel bürgerschaftlichem Engagement und Unterstützung aus der Verwaltung aus einer brachliegenden Fläche einen kleinen Stadtteilpark entwickelt, dessen Thema – abgeleitet aus der Ballade Campo di Fiori des Literaturnobelpreisträgers Czeslaw Milosz – so naheliegend wie wirkungsvoll die Blumen bzw. Pflanzen sind.

Mit der abwechslungsreichen Staudenbepflanzung und der weitestgehenden Entsiegelung erhöht der Platz die Biodiversität genauso wie das Retentionsvermögen im innerstädtischen Raum.

Hervorzuheben ist insbesondere die Unterhaltung der Anlage, die sich nicht nur auf die Pflege und Erweiterung bezieht, sondern mit kulturellen Veranstaltungen und einem Bildungsanspruch einen echten „Hortus Cultura“ im Stadtgefüge geschaffen hat.

Die Interessengemeinschaft Neuer Blumenplatz hat es geschafft, auf breiter Basis einen sozialen Raum an einer städtebaulichen Leerstelle zu schaffen. Hier ist wirklich ein „Urbaner Garten“ entstanden, der für die Macherinnen und Macher sowie Nutzerinnen und Nutzer gleichermaßen gesellschaftliche Aufgaben erfüllt.

Das Preisgericht unterstützt mit der Entscheidung ganz bewusst das initiative und langjährige Engagement der Bürgerschaft sowie die Zusammenarbeit und Unterstützung durch die Eberswalder Stadtverwaltung.