Velten – Grüne Stadt der kurzen Wege

Stadt
Velten

Einreicher
Stadt Velten
Rathausstraße 10
16727 Velten

Leitidee
Vernetzung von zentralen öffentlichen Plätzen durch ein verständliches Wegenetz im öffentlichen Raum sowie die Neugestaltung bzw. Begrünung dieser Plätze

Akteurinnen und Akteure
Stadt Velten; Förderverein des Museums; Förderverein der Schulen; Bibliothek als Kooperationspartner

Schwerpunkte bzw. Besonderheiten des Projekts

  • Schaffung eines durchgrünten Wegenetzes zur Verbindung zentraler Bereiche der Innenstadt
  • Erhöhung des Grünanteils und der Aufenthaltsqualität
  • Beseitigung von Brachflächen und Berücksichtigung der Historie der Stadt
  • Einbindung der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in den Planungsprozess

Kurzbeschreibung
Neues Fenster: Bild vergrößernBahnhofsvorplatz © Stadt VeltenDas Projekt umfasst eine Vielzahl an Maßnahmen im öffentlichen Raum. Ziel der Stadt Velten war die Schaffung eines klar verständlichen Wegenetzes durch die Innenstadt und die Schaffung, Aufwertung und Integration von Grün- und Freiflächen in dieses Netz. Durch die zusammengefassten Einzelvorhaben (Bahnhofsvorplatz, Museumsgasse, Museumsvorplatz, Rathausplatz, Ratsgasse, Durchwegung, Kommunikationszentrum) konnten wichtige Bereiche der Innenstadt auf kurzem Wege vernetzt und die Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Die Vorbildfunktion liegt in der Betonung von Fußwegeverbindungen. Zudem bieten die Flächen die Plattform für Aneignung sowie soziale und gesellschaftliche Aktivitäten und schaffen Räume der Begegnung für verschiedenste Altersgruppen. Durch die zusätzliche BegrünungNeues Fenster: Bild vergrößernMuseumsgasse © Stadt Velten in der innerstädtischen Bebauungsstruktur werden Versickerungsflächen im öffentlichen Raum geschaffen und die Biodiversität gesteigert; innerstädtische Brachflächen konnten damit beseitigt werden. Außerdem konnten wichtige Sichtachsen hergestellt werden. Die Gestaltung orientiert sich bei der Materialwahl und Ausgestaltung an der Historie als Ofen- und Keramikstadt.

Die Maßnahmen wurden 2014 in einem diskursiven Planverfahren mit drei Workshops erarbeitet, an denen auch Vertreterinnen und Vertreter aller gesellschaftlichen Gruppen der Stadt beteiligt waren. Im Jahr 2015 wurden die Ergebnisse dieses Beteiligungsprozesses im Rahmen einer Ausstellung zur Innenstadtentwicklung sowie einer daran Neues Fenster: Bild vergrößernRatsgasse © Stadt Veltenanschließenden Bürgerumfrage weiter vertieft und abschließend im städtebaulichen Entwicklungskonzept Innenstadt Velten zusammengefasst.

Aktuelle Umfragen im Rahmen des Stadtmarketings zeigen, dass der entstandene Grünraum bzw. die Freiräume sowie die Wegeverbindungen von den Nutzerinnen und Nutzern gut angenommen werden und zur Identifizierung der Bürgerinnen und Bürger mit der Stadt beitragen.

Auszeichnung des Preisgerichts

Neues Fenster: Bild vergrößernPreisverleihung © die raumplaner, LOKATION:SVelten hat eine Idee für die Stadt…

…..  und setzt diese schrittweise aber konsequent um.

Die Idee ist einfach: ‚Grüne Stadt der kurzen Wege‘. Die Umsetzung erforderte wohl eine gewisse Hartnäckigkeit und einen langen Atem, um mit einer Vielzahl an kleineren Maßnahmen der Platz-, Wege- und Straßenraumgestaltung ein stabiles und vor allem einladendes Grundgerüst an grünen Wegen mit Aufenthaltsqualitäten zu schaffen. Die Stadt Velten hat es geschafft und in Kooperation mit vielen Akteurinnen und Akteuren eine grünbestimmte Stadtentwicklung auf den Weg gebracht. 

Das Konzept animiert zum Gehen! Schöne Wege wirken einfach kürzer! Eine fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt stärkt die Innenstadt, sie lädt ein und wird lebendiger.

Mit dem Konzept der ‚Grünen Stadt der kurzen Wege‘ hat sich Velten einer Zukunftsaufgabe gestellt und macht aus Grau Grün, mit Freiraum Stadt.

Die Jury würdigte besonders den Ansatz, dass durch eine Gesamtstrategie eine Vielzahl an Einzelmaßnahmen der Freiraumgestaltung zur umfassenden Aufwertung der Lebensqualität und Stärkung der Innenstadt erzielt wurde. Dieser strategische Ansatz hat Vorbildcharakter und macht deutlich, dass grüne Masterpläne für die Brandenburger Innenstädte neue Zukunftsperspektiven eröffnen.